Zu unseren Kindern

Unsere Kinder sind blind oder stark sehbehindert, meist kommen autistische Prägungen hinzu. Viele zeigen Ängste, manche sprechen nicht oder kaum, einzelne nehmen keinen Kontakt auf oder sind motorisch verzögert. Bei manchen sind in der Betreuung schnelle Entwicklungen zu beobachten, bei anderen nur sehr langsame.

DSC_7632

Bei allen Kindern sieht und spürt man, mit welcher Freude sie morgens in den Hort kommen, dort aufblühen und sich „zu Hause“ fühlen. Sie wissen, sie sind gut versorgt, können spielen, mit anderen Kindern zusammen sein.
Die meisten Kinder kommen jeden Tag, bzw. werden gebracht. Manchen Eltern fällt die regelmäßige Anfahrt schwer, manche haben ihre eigenen Probleme, andere können sich die Fahrt nicht immer leisten.

Einzelnen Kindern möchten wir deshalb im kommenden Jahr durch einen Fahrtkostenzuschuss die Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erleichtern. (Fünf Euro Fahrtkosten für zwei Personen pro Tag, z.B. für Naomis Anreise, entsprechen auf den Monat hochgerechnet fast dem halben Monatsverdienst der alleinerziehenden Mutter. Sie kann sich das nicht regelmäßig leisten). Mittelfristig streben wir an, einen Fahrdienst einzurichten.

Täglich können wir uns über kleine Entwicklungserfolge freuen:

  • Sebastian hat die Angst vor der Toilette verloren. Er braucht jetzt keine Pampers mehr.
  • David lernt die Namen von Gegenständen – Tisch, Stuhl, Teller. Er reagiert jetzt, wenn man seinen Namen ruft, und schaut einen seit Kurzem auch manchmal an.
  • Christina und Sebastian können ganze Lieder auswendig singen und auf dem Klavier begleiten.
  • Diana kann zu einem Lied den Rhythmus schlagen.
  • Naomi beginnt in einem alten (deutschen) Braillebuch mit den ersten Schritten zum Erlernen der Blindenschrift.
  • Alexandru kann stundenlang auf dem Trampolin zur Musik hüpfen und jauchzen.
  • Raoul isst jetzt mit und hat zugenommen.