Zu unseren Kindern

Unsere Kinder sind blind oder stark sehbehindert, meist kommen autistische Prägungen hinzu. Viele zeigen Ängste, manche sprechen nicht oder kaum, einzelne nehmen keinen Kontakt auf oder sind motorisch verzögert. Bei manchen sind in der Betreuung schnelle Entwicklungen zu beobachten, bei anderen nur sehr langsame.

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Bei allen Kindern sieht und spürt man, mit welcher Freude sie morgens in den Hort kommen, dort aufblühen und sich „zu Hause“ fühlen. Sie wissen, sie sind gut versorgt, können spielen, mit anderen Kindern zusammen sein.
Die meisten Kinder kommen jeden Tag, bzw. werden gebracht. Manchen Eltern fällt die regelmäßige Anfahrt schwer, manche haben ihre eigenen Probleme, andere können sich die Fahrt nicht immer leisten.

Wir bemühen uns, die Eltern mit in die Entwicklungsprozesse ihrer Kinder im Hort einzubinden. Sie können sich an Therapien beteiligen oder an anfallenden Arbeiten im Garten, in der Küche oder im Haus. Vor allem sollen sie verstehen, warum wir ihre Kinder mit welchen Therapien begleiten.

Täglich können wir uns über kleine Entwicklungserfolge freuen:

  • Sebastian hat die Angst vor der Toilette verloren. Er braucht jetzt keine Pampers mehr.
  • David lernt die Namen von Gegenständen – Tisch, Stuhl, Teller. Er reagiert jetzt, wenn man seinen Namen ruft, und schaut einen seit Kurzem auch manchmal an.
  • Christina und Sebastian können ganze Lieder auswendig singen. Christina, von Geburt an blind, kann sogar Klavier spielen!
  • Diana kann zu einem Lied den Rhythmus schlagen.
  • Naomi hat das erste Mal einen Blindenstock in der Hand gehabt. Noch hat sie ihn nicht angenommen.
  • Alexandru kann stundenlang auf dem Trampolin zur Musik hüpfen und jauchzen.
  • Raoul isst jetzt mit den anderen mit und hat zugenommen.

Gewöhnlich sind etwa zehn bis fünfzehn Kinder vor Ort. Manche kommen nur stundenweise, z.B. für eine Logopädie-Therapie. Manche müssen zwischendurch in eine Regelschule begleitet werden.